Mai 31
12. Zschopauer Classic war ein voller Erfolg
Chrom, Lack & Gummi – Edle Technik auf zwei, drei und vier Rädern in der Motorradstadt in Aktion
Über 120 Fahrer gingen am letzten Sonntag bei der „Zschopau Classic für historische Renn- und Sportfahrzeuge“ an den Start. Die Besucher erlebten bei bestem Sommerwetter ein breites Spektrum unterschiedlichster Fahrzeuge, die in zehn Startklassen gelistet wurden. Denn auch wenn ordentlich Gas gegeben wurde, ging es nicht um Bestzeiten. Vielmehr bestand die Aufgabe der Fahrer darin, zwei möglichst gleich schnelle Läufe zu fahren. Dabei wurden in diesem Jahr auch Wertungsläufe im ADMV Classic-Cup der Klassen 1 bis 10 ausgetragen.
Von der Awo über die Jawa bis hin zur Zündapp war vieles vertreten, was im Motorsport Geschichte schrieb. Auch Trabant, Wartburg und Lada mischten im Wettkampfgeschehen ordentlich mit. Darüber wurden einige wirkliche Schönheiten an den Start gebracht, wie ein Austin Seven Ulster von 1933, ein Austin Healey Sebring Sprite von 1961, ein Melkus Formel 3 von 1964, ein NSU Brixner von 1975 oder ein Super Seven von 1994. Um nur einige Beispiele aus den PKW-Klassen zu nennen.
Die Veranstaltung war perfekt organisiert. Das Fahrerlager stand interessierten Besuchern offen, am Start und in der Dehnekurve wurde das Rennen kompetent kommentiert. Neu in diesem Jahr: Mit einen Shuttle-Bus konnten sich die Besucher zwischen den einzelnen Läufen wahlweise zum Start, an die Dehnekurve oder zum Ziel fahren lassen und so die Veranstaltung aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Die einzelnen Läufe fanden bei besten Witterungsbedingungen statt und auch technische Ausfälle waren eher die Ausnahme. Leider setzte Hagen Kaufmann im freien Training seinen 65er Ford Mustang in der berüchtigten Dehnekurve in die Leitplanken, nachdem er ins Schleuern kam. Auch wenn er sein Auto unverletzt verließ, war der ramponierte Bolid schon ein trauriger Anblick.
Der Seiffener Heiko Lippmann war mit seinem Super Seven auf Anhieb schneller als der von Dr. Thomas Frohn aus Friesenheim liebevoll aufgebaute Austin Healey Sebring Sprit. Manuel Stephanie aus Deutschneudorf war bei seinem Honda CRX im Fahrerlager noch mit einem ölenden Zylinderkopf beschäftigt, konnte aber dennoch einen 3. Platz einfahren. Heinz Rosner, ehemaliger MZ-Werksfahrer, wurde von seinem Schrauber begleitet. Dieser freute sich beim Start fast mehr als Rosner selbst, da er ihm das Bike optimal eingestellt hatte.
Tilo Fröse aus Neuhausen, früher selbst Straßenrennfahrer und später DM-Quadfahrer im Motocross, sicherte sich den ersten Platz in der Klasse 2. Mit dem Java-Gespann von 1949 schafften es Fröse und Schrader in der Klasse 6 noch auf einen 3. Platz und hatten wohl den meisten Spaß an der Veranstaltung – mogelte doch der Rennleiter Gerd Rösler die Leistung des Gefährtes von 11 auf 111 PS herauf und sorgte damit für eine gewisse Irritation bei den Streckenmoderatoren. Letztlich wurde aber auch dies zum Gaudi aller Beteiligten aufgeklärt.
Über 60 ehrenamtliche Helfer sorgten mit dafür, dass dieses Motorsportereignis in Zschopau reibungslos über die Bühne gehen konnte. Unternehmen, wie der BVO Vekehrsbetrieb oder die Tankstelle an der ehemaligen B 174 sowie Grundstückseigentümer an der Strecke trugen auch dazu bei, dass die Veranstaltung überhaupt in dieser Form stattfinden konnte. So bleibt zu hoffen, dass es im kommenden Jahr die 13. Auflage dieser interessanten Veranstaltung in Zschopau geben wird. Bedingung ist, dass sich wieder genügend Sponsoren finden, wie Gert Wagler, einer der Mitorganisatoren, im Gespräch durchblicken lies.
Wie bei allen anderen Fotogalerien gilt auch hier: Alle Fotos sind als Postkarte, Poster oder auch digital erhältlich. Bei Interesse bitte für Postkarten (10 x 15 cm) das Bestellformular verwenden oder per E-Mail (siehe Impressum) anfragen.
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